Das Firmenareal des Logistikunternehmens CRAISS in Mühlacker wird im südlichen Bereich um einen neuen Komplex erweitert, der den Hauptsitz des Unternehmens sowie zusätzliche öffentliche und gewerbliche Nutzungen aufnimmt. Der Neubau markiert den Auftakt eines geplanten Stadtquartiers und bildet mit seiner klaren Kubatur und hochwertigen Fassadengestaltung einen prägnanten städtebaulichen Hochpunkt.
Bürogebäude mit Parkhaus
Das Bürogebäude besteht aus zwei ineinandergeschobenen, rechteckigen Baukörpern, die durch einen zentralen Erschließungskern miteinander verbunden sind. Der niedrigere Gebäudeteil umfasst vier, der höhere sieben Geschosse. Durch die versetzte Anordnung entstehen zwei Platzsituationen: im Norden eine Terrasse für das Café CRAISS, im Süden ein Vorplatz mit Haupteingang. Das Gebäude beherbergt neben der CRAISS-Unternehmenszentrale auch Büros des Landratsamts Enzkreis mit seinen Abteilungen KFZ-Zulassungsstelle, Jobcenter und Psychologische Beratungsstelle.
Nördlich anschließend befindet sich ein Split-Level-Parkhaus mit zehn Ebenen, das in seiner untersten Ebene direkt mit dem Bürogebäude verbunden ist. Es erhält eine Metalllamellenfassade, deren Farbton auf die Aluminiumfenster des Bürogebäudes abgestimmt ist, und bildet zur Straße hin eine gemeinsame Bauflucht. Die Außenanlagen umfassen Terrassen, Fahrradabstellplätze, einen Trafo sowie Nebenanlagen wie Fahnenmasten.
Alle geschlossenen Fassadenflächen des Bürogebäudes werden in Klinker oder hochwertigen Klinkerriemchen aus natürlichen Materialien ausgeführt. Fensterlaibungen und architektonische Details werden vollständig in diesem Material realisiert, wodurch eine präzise, handwerklich anmutende Oberfläche entsteht.
Energie- und Mobilitätskonzept
Das nachhaltige Energiekonzept sieht den KfW-40-Standard vor. Die Gebäude zeichnen sich durch einen geringen Heiz- und Kühlbedarf aus, unterstützt durch die thermische Masse der Stahlbetonkonstruktion und die Dämmwirkung des Mauerwerks. Die Energieversorgung erfolgt über den Fernwärmeanschluss der Stadt Pforzheim sowie Photovoltaik-Anlagen auf den begrünten Dächern. Die extensive Dachbegrünung verbessert durch Verdunstungskühle die Effizienz der PV-Module und dient gleichzeitig als Retentionsfläche.
Ein umfassendes Mobilitätskonzept ergänzt das Projekt: Neben barrierefreien Stellplätzen sind E-Ladestationen, Carsharing-Angebote und großzügige Fahrradgaragen mit E-Ladepunkten und Leihangebot vorgesehen.
im Bau